Berghain / panorama bar (Club)

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NovaFutures
2 weeks ago

Apropros Kommerz

Hier ein bisschen offtopic-Werbung (na nicht ganz offtopic)


Freddy K hatte sein Set letzte Woche mit "Tainted Love" von Soft Cell beendet... Ein Hinweis auf den neuen NovaFuture Blog Mix? Man weiss es nicht...

No techno, no house or whatever - just synth-pop, EBM/Industrial, new wave mixed with vinyls:
http://novafuture-blog.com/2014/07/17/freddy-k-novafuture-blog-mix-july-2014/

LoWo
2 weeks ago

Geld

Es ist für jeden DJ ein wichtiger Karrieresprung im Berghain auflegen zu dürfen. Insofern zahlt das Berghain auch überdurchschnittlich gut. Nicht in Euro aber in Form von Renomme, das sich später andernorts zu Geld umwandeln lässt.

User243
2 weeks ago

ok, jetzt mal wieder musik…

freut mich ben mal wieder zu ner zeit zu hören, wo auch werktstätige in den genuss kommen können…

und verdammt, ich wollte eigentlich auch Rødhåd mitnehmen!

auf Joy Orbison, Musk und den rest freue ich mich auch sehr…

und ist es war dass nach dem garten die pbar wieder aufgemacht wird?

vincethepooh
2 weeks ago

zur Elite

Natürlich stimmt es überhaupt nicht, dass die Haingänger elitärer sind als die Anderen. Aber man muss auch nicht ignorieren, dass dieses Gefühl von Elite da ist und manche Leute da drinne ein Wettbewerb machen wer mehr cool ist. Solche Coolkids ignoriert man halt, sie sollen selbst bedauern, dass sie das wichtigste verpassen und sich selbst auf den Beinen anpinkeln, wenn sie mit Klamotten und Wer-mehr-K-zieht-spielchen einander einfach Rave kaputt machen. Ich will auch nicht früher war besser Diskussion anfangen, aber die Jahren von Liberté, Égalité, Fraternité sind vorbei :) Auch gut so, daher hat man krasse F1 Anlage, höhere Musikqualität und da gibt´s auch genug liebevolle Menschen, die diese Stimmung ganz gut bewachen.

Traumzauberbär
2 weeks, 1 day ago

Debattenbeitrag in Anlehnung an Uli Krug [Bahamas 65, 2012]

Ich verstehe diese künstliche Aufregung hier im Forum überhaupt nicht. Diesen lächerlichen Sensationalismus übrigens auch nicht. Sich auf einen antiquierten Underground-Ethos zu berufen, der derlei Verhalten [von Innervisions] beschreit, verfehlt den Gegenstand völlig, nur um daraus billigen Disktionsgewinn zu ziehen. Jener [also der Gegenstand] ist doch, dass Festivals wie jene, die Innervisions bespielt, eher anderen penetranten öffentlichen Langweiler-Auftritten wie der Fanmeile oder dem Oktoberfest gleichen. Daher empfehle ich die gezielte Übung in Des-Engagement.

mara_900
2 weeks, 1 day ago

Hier könnt ihr das pdf sehen

http://de.scribd.com/doc/234271698/Innervisions-Adidas

Ich leake hier nichts das Teil war öffentlich unter dem Link unten, der jetzt tot ist.

Trish
2 weeks, 1 day ago

"ist doch nur menschlich"

Nur ` mal so nebenbei:
Ein nicht gerade kleiner Kreis bezeichnet genau dieses gierige Verhalten als ziemlich unmenschlich, verwerflich und abstoßend. ;-)

Aber wie heißt es denn so schön?
Suum cuique

@ Ryu Hayabusa: Großartiger Beitrag, den ich nur teilen kann. Knix mach. :)

mitkr
2 weeks, 1 day ago

-

Es spricht natuerlich nichts dagegen, die Kohle anzugreifen, aber sich noch vorschreiben lassen, wann man nen selfie postet und dann in diese bezahlten selfies noch leute reinziehen, die nichts davon wissen. Und diese selfies noch megaemotional wirken lassen. Ich weiss nicht, waere nicht meins, aber wenn man es macht, kann man wenigstens dazu stehen, finde ich.

hallohallo
2 weeks, 1 day ago

Also ich hab ja keine Ahnung, was das Berghain den DJs an Gagen zahlt, aber das dürfte ja nicht mal 1/50 von dem sein, was man bei so Festivals wie Tomorrowland oder Zusammenarbeit mit Adidas erhält. Ich kann schon verstehen, dass man bei so 'nem unsicheren Beruf wie DJ die Gelegenheit ergreift, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Ich glaube (ganz ehrlich), dass ich das auch nicht anders tun würde.
Ist doch nur menschlich.
.. und finde die Musik als solches wird doch nicht unbedingt schlechter mit zunehmenden Gehalt?

greenpaul
2 weeks, 1 day ago

Bitte bitte bitte

Lass es Ironie oder Sarkasmus gewesen sein.

Carlton
2 weeks, 1 day ago

Elite sein.

Oh ja, genau das brauchen wir: NOCH mehr widerliches Elitedenken!

LoWo
2 weeks, 1 day ago

Kommerz

Ohne Kommerzialisierung kann man das Bedürfnis der Massen nach Freizeitvergnügen nicht befriedigen. Genau dafür sind Festivals gut. Jeder -alt, jung, hübsch, hässlich, cool, langweilig- kann sich online ein Ticket besorgen und sicher sein, damit am Türsteher vorbeizukommen. Für jemanden, der permanent an Sven & Co scheitert, ist das verständlicherweise eine verlockende Alternative. Manche Leute wollen nicht Elite sein, sondern einfach nur ein bisschen Spaß haben. Ich gönns ihnen. Schlechter Geschmack ist keine Sünde.

mitkr
2 weeks, 1 day ago

-

Die Aussage, dass Dixon Ibiza "too corporate" ist, sollte man dann vielleicht auch mit einer Prise Salz einnehmen: http://www.residentadvisor.net/news.aspx?id=21256

Ryu Hayabusa
2 weeks, 1 day ago

Kommerz

Dass Konzerne sich alternative Anstriche zu geben versuchen ist nicht wirklich was neues, umweltzerstörende Großkonzerne, wie McDonald's, bieten mittlerweile ja sogar „Veggie“-Alternativen für das „Grüne Gewissen“ an.
Das Vorgehen der Konzerne mit ihren Geschäftspartner, wie diversen Clubs und/oder Künstlern, erinnert dabei an „Heuschrecken“ bzw. Private-Equity-Firmen (PEF) des Finanzmarktes: Angeblich marode Firmen werden mit geliehenem Geld aufgekauft, die Leihsumme wird als Defizitposten in die Bilanzen der Firmen gestellt und über Arbeitsplatzabbau und Lohndumping wird neben dem üblichen Profit zusätzlich die aufgenommene Schuld aus der Firma gepresst, bis die Firmenruine der Insolvenzverwalter übernehmen darf.

Nicht ganz so drastisch, doch ebenso ausbeuterisch wird mit Subkulturen verfahren, so geschehen bereits mit Hip Hop oder Rock, selbst Industrial. Tragisch dabei ist, dass der Ausverkauf über Personen in exponierter Stellung innerhalb der jeweiligen Subkultur erfolgt bzw. durch diese der Weg in den Mainstream geebnet wird. Irgendwo ist das auch verständlich, denn wer hätte schon Lust sich den Gesetzmäßigkeiten des „freien Arbeitsmarktes“ zu beugen, sofern er - oder sie - die Aussicht auf künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolg mit der selbst produzierten und gespielten Musik hat?
Ich würde mir aber von dem ein oder anderen DJ ein bisschen mehr Bescheidenheit wünschen, diese groteske Selbstinszenierung ist manchmal nicht mehr nachvollziehbar. Immerhin sind das DJs, die „nur“ Musik auflegen, die andere produzierten.

Bedenklich ist auch die Festival-Entwicklung; mittlerweile fällt es schwer überhaupt noch den Überblick über sämtliche stattfindende Festivals zu bewahren, scheinbar sprießen sie überall wie Pilze aus dem Boden und, was mich immer überrascht, sind sie extrem frequentiert, egal wie unbekannt der Festival-Name erscheint. Das lässt auf ein professionelles Marketing und hohe finanzielle Potenz im Hintergrund schließen, was wieder den Kreis zu den oben erwähnten PEF schließt. Natürlich werden diese Festivitäten von allem bespielt, was Rang und Namen in der „Szene“ hat. Ob man dabei gleich von Verrat an einer ganzen Generation sprechen kann, sei dahingestellt, auch, ob man das als „Szene“-Angehöriger mittragen kann oder möchte. Doch wer agiert schon zu 100% integer in Beruf und Alltag? Bei manchem endet die persönliche Integrität schon in der Berghain-Schlange bei der Frage, ob der Ansteh-Nachbar dazugehört. Selbst das Berghain ist kein altruistischer Künstlerverein, sondern ein professionell geführtes, marktwirtschaftliches Unternehmen. Das Berghain genießt nur das Privileg aufgrund seiner einzigartigen Stellung in der Clubszene (nicht nur regional, sondern global) auf Werbeverträge weitestgehend verzichten zu können und sich daher ein gewisses Maß künstlerischer Freiheit erlauben zu dürfen.
Dennoch empfinde ich die Kommerzialisierung der elektronischen Musik als nicht nur negativ. Ein Blick auf Hip Hop oder diverse Rock-Spielarten zeigt, dass sich aus dieser Polarität zwischen „Kommerz“ und „Untergrund“ etwas sehr produktives entwickeln kann, da grassierender Ausverkauf zu machtvoller, künstlerischer Opposition führt, die sich bewusst aus der öffentlichen Wahrnehmung zurückzieht und nicht selten einer bestimmten Kunst- oder Musikbewegung zu einem neuen Quantensprung verhilft – paradoxerweise häufig unter maßgeblichem Einfluss eher massenorientierter Veröffentlichungen, und sei es nur als Persiflage oder Verzerrung.

Ich schätze die Möglichkeiten als einzelner Clubgänger dagegen etwas effektiv unternehmen zu können als eher gering ein, es ist wohl eine Entwicklung, die wir mehr oder weniger zähneknirschend hinnehmen müssen. Allerdings bleibt immerhin der Boykott bestimmter Produkte oder Künstler. Und dieses gewisse Gefühl auf der Tanzfläche, ob nüchtern, besoffen, druff oder in sonstiger Entrückung, kann man sich sowieso nicht mit irgendeinem adidas-Pulli kaufen.

LoWo
2 weeks, 1 day ago

Adileaks

ich schätze mal, in der Marketingabteilung von Adidas kriegt gerade jemand mächtig Ärger, weil das Strategiepapier an die Öffentlichkeit gelangt ist. Wirklich überrascht bin ich nicht über sowas. Aber es ist schon witzig im Detail nachzulesen, wie viel Aufwand und Planung anscheinend notwendig sind, um den Anschein von cooler Lässigkeit zu erzeugen.

mitkr
2 weeks, 1 day ago

Apropos Adidas

Interessant finde ich, wie Adidas unsere Szene immer wieder dazu nutzt, sich ein alternatives Image zu schaffen, dass auf den ersten Blick nicht unbedingt zu einem Konzern passt. Man denke nur an die zweifelhafte Slum-installation in der Bar25 zur WM 2010.

Nil-Nil
2 weeks, 1 day ago

INNERVISIONS X ADIDAS

danke für's öffentlich-machen.
passt alles wunderbar zu meinem persönlichen eindruck von den involvierten künstlern.
und ich finde auch, dass die vom BH nicht mehr gebucht werden sollten.

der einfachheit halber, für die die sich selber ein bild machen wollen, gibt's das dokument auch auf pastebin: http://pastebin.com/hWZYFhyw

MichaelMueller
2 weeks, 1 day ago

Manipulation

Für mich überschreitet diese Form der Werbung einfach die Grenze zur gezielten Manipulation. Und die Ziele sind eigennützig. Es geht um Profit und Macht. Ich finde diese ganze Scheiße niederträchtig. Die sollen sich schämen. Das ist der Verrat an den Ideen, die House und Techno ausmachen. Und die im Berghain, wie ich finde, immer noch präsent sind. Das sollte man erhalten, da bin ich ganz konservativ. Kommerzialismus untergräbt die Fundamente dieser Kultur.

mitkr
2 weeks, 1 day ago

Imagetransfer

aber genau wie die Markt Innervisions der Marke Adidas Kredibilität und damit Imagegewinn bringt, bringt die Marke Berghain, der Marke Innervisions Kredibilität.
Mich stört auch nicht das Sponsoring an sich, mich stört der Schleichwerbungscharakter der Selfies.

Hemingway
2 weeks, 1 day ago

AdiVisions

Dass Innervisions und adidas schon länger eine kommerzielle Kooperation betreiben ist ja nichts Neues – adidas Logos sind schon öfters auf Partys, Halstüchern oder im Webshop aufgetaucht. Der Unterschied zwischen einer von Residentadvisor gesponserten Dixon Südamerika Tournee und einer von adidas gesponserten Innervisions Brasilien Tournee, besteht auch nur darin, dass die erste über Medienwerte verrechnet werden könnte, und die zweite über Tickets für das WM-Finale (rein hypothetisch). Für die Brasilien Tour ist das eine wunderbare win-win Siuation für beide Parteien, denn die erklärten DJ Fußballfans kommen ins Stadion, und die Marke kann eine ultra glaubwürdige Social Media Kampagne umsetzen – mit einem Partner als Werbeträger, der solche Kooperationen normalerweise ablehnt, und genau deshalb glaubwürdig ist. Eine Kampagne wie aus Social Media Lehrbuch.

Sicherlich fühlen sich jetzt ein paar Facebook Fans hintergangen, weil sie durch das klicken auf „like“ oder „share“ unwissentlich die Botschaft des Sportartikelherstellers verbreitet haben – die Schlange zur nächsten innervisions Party im Oktober wird jedoch eher länger als kürzer werden, getreu dem Motto: #allin